Georg Weerth, "Das Hungerlied" (c. 1850)

1. Titel: "Das Hungerlied"
    a. das Lied im Dienst der Hungernden
    b. ein Lied über den Hunger
    c. ein Lied, das durch Hungern verursacht wird

2. Form und Aufbau des Gedichts
    a. wie ein Kinderlied
        i. "Ringellied" (MontagÖDienstag, usw.)
        ii. naiver, harmloser Anfang
            "Verehrter Herr und König"
        iii. Steigerung der realistischen Beschreibung
            1) "aßen wir wenig", "aßen wir nicht"
            2) "darben", "litten", "starben"
    b. Schockwirkung der letzten Zeile
        i. "Und fressen, o König, dich!"

3. "wir"--der Dichter gehört zum Proletariat
    a. Weerth beschreibt sich selber als "Lumpen-Kommunist"(1845)

4. Georg Ludwig Weerth (1822-1856)
    a. seit 1840 politisches Engagement als Kommunist
        i. Delegierter des Bundes der Kommunisten
    b. klassenkämpferische Literatur
        i. "Kein schöner Ding ist auf der Welt, als seine Feinde zu beißen"
    c. Karl Marx und Friedrich Engels als politische "Lehrmeister"
    d. 1843-45 Kaufmann in England
        i. direkte Erfahrung mit der sozialen Not der Arbeiterklasse
    e. 1848 schreibt er Feuilletons und Gesellschaftssatiren gegen Adel und Bürgertum
    f. scharfe Kritik an den Halbheiten der Revolution
    g. Resignation mit der Niederlage der Revolution
    i. "An Revolutionen in Deutschland glaube ich nun einmal nicht" (1850)